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Nächtlicher Fischfang in Antibes, Pablo Picasso · Eigenarten, Salvador Dali

Der Mensch kommt erst ganz langsam dahinter, wie unendlich kompliziert die Welt ist. Zuerst denkt er sie sich ganz einfach, d.h. so oberflächlich als er selbst ist.
Er geht von sich aus, von dem allerspätesten Resultat der Natur, und denkt sich die Kräfte, die Urkräfte so, wie das ist, was in sein Bewusstsein kommt.
Er nimmt die Wirkungen der kompliziertesten Mechanismen des Gehirns an, als seien die Wirkungen seit Uranfang gleicher Art. Weil dieser komplizierte Mechanismus etwas Verständiges in kurzer Zeit hervorbringt, nimmt er das Dasein der Welt für sehr jung: es kann dem Schöpfer nicht soviel Zeit gekostet haben, meint er.
So glaubt er mit dem Wort "Instinkt" irgendetwas erklärt und er überträgt wohl gar die unbewussten Zweckhandlungen auf das Urwerden der Dinge. Zeit, Raum und Kausalitätsempfindung scheint mit der ersten Empfindung gegeben zu sein.
Der Mensch kennt die Welt in dem Grade, als er sich kennt: d.h. ihre Tiefe entschleiert sich ihm in dem Grade, als er über sich und seine Kompliziertheit erstaunt.

Friedrich Nietzsche

So wie der Baum nicht endet an der Spitze seiner Wurzeln oder seiner Zweige - so wie der Vogel nicht endet an seinen Federn oder mit seinem Flug - so wie die Erde nicht endet an ihren höchsten Bergen: So ende auch ich nicht an meinem Arm, an meinem Fuß, an meiner Haut, sondern greife unentwegt nach außen und hinein in den Raum und die Zeit - und alle Zeit, samt meiner Stimme und meiner Gedanken, langt nach Unendlichem. Denn meine Seele lebt im Unendlichen, im endlosen Universum der Sterne.

Cherokee-Indianer
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