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Inhaltliche Hinweise

Erfahrungsbericht: Mein persönlicher und beruflicher Lebenslauf ist in den vergangenen Jahren sehr stark durch eine Psychose beeinflusst und beeinträchtigt worden. Es ist insofern ein Versuch, die Ursachen und den zeitlichen Verlauf meiner Erkrankung darzustellen.

Kunst: Bilder von Salvador Dali, Augustin Tschinkel, Francesco Clemente, Edvard Munch, Rudolf Hausner, Franz Radziwill, Milan Kunc, Walter Dahn und Jörg Immendorff.

Gedanken: Zitate von Friedrich Nietzsche, Jostein Gaarder, Friedrich Hebbel, Blaise Pascal, Christian Morgenstern und Václav Havel. Mit Bildern von Salvador Dali, Vincent van Gogh, Milan Kunc, Teun Hocks, Hans Thiemann, Rene Magritte, Pablo Picasso und Sandro Chia.

Gästebuch: Über Meinungen, Mitteilungen, Kommentare und Gedanken würde ich mich sehr freuen.

Fotografie: Ein kurzer Einblick in mein privates Fotoalbum. Zu sehen ist mein Neffe und meine Nichten - Christian, Sarah und Sina. Die Bilder sind im Jahr 1993 - 1999 entstanden.

Fotos von mir, aus dem Jahr 1965 - 2012, sind auf den nachfolgenden Infoseiten zu finden. Hinweis: Für alle Bilder ist eine Quickinfo verfügbar.


Zu meiner Person

Mein Name ist Rolf Schmidt. Ich bin am 14. März 1963 geboren, ledig (keine Kinder) und wohne in Karlsruhe. Meine Eltern (Jahrgang 1927 und 1932) sind schon lange Rentner. Durch die Kriegsjahre und Nachkriegszeit konnten sie nur eine kurze Schulausbildung bzw. keine entsprechende Berufsausbildung abschließen. Mein Bruder (Diplom-Ingenieur, acht Jahre älter) ist leider im Juni 2002 an Darmkrebs verstorben.

Im Erfahrungsbericht sind einige Zeitabschnitte nicht näher beschrieben. Deswegen möchte ich kurz etwas über meinen schulischen und beruflichen Weg erzählen:

Ich war von 1969 bis 1974 an der Grund- und Hauptschule und besuchte dann bis Juni 1981, als eher ängstlicher Schüler, die Realschule.

Mit meinem Abschluss der mittleren Reife wollte ich auf einer weiterführenden Schule, zusammen mit anderen Schulfreunden, das Fachabitur absolvieren. Kurzfristig hatten wir jedoch alle Pläne geändert, um ein Jahr Ferien zu machen. Bei der Berufswahl orientierte ich mich an meinen Schulnoten. In den Fächern Mathematik und Physik hatte ich durch einen guten Lehrer sehr viel Bestätigung und eine sehr gute Leistung gebracht. Deswegen entschied ich mich für eine Ausbildung zum Physiklaboranten. Sie begann im August 1982 und endete im Juni 1985 mit einem sehr guten Abschluss. Danach blieb ich zunächst für ein halbes Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb, obwohl es Stellenangebote für einen Arbeitsplatz gab. Meine damalige Freundin beeinflusste jedoch meine Zukunftspläne.

Es war ihr Wunsch, dass ich erst zur Bundeswehr gehen sollte. Der Wehrdienst begann im Januar 1986 und endete bereits fünf Monate später, weil ich aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe verweigerte. Von Juni 1986 bis August 1987 arbeitete ich als Zivildienstleistender in einem Seniorenpflegeheim. Meine weiteren beruflichen Pläne führten jedoch zu einer Trennung von meiner Partnerin. Den Unterricht zur Fachhochschulreife besuchte ich allerdings nur einen Tag. Bis zum Beginn meiner seelischen Erkrankung, im Januar 1988, suchte ich einen halbwegs sinnvollen Arbeitsplatz. Im weiteren Verlauf begann meine rätselhafte Tortur.

Im März 1988 für vier Monate bei einem Zeitarbeitsunternehmen. September 1988 für ein Jahr bei einem größeren Unternehmen für analytische Messtechnik. Oktober 1989 zwei Monate im Labor einer kleinen Firma. Im Anschluss wieder arbeitslos bzw. stellensuchend. September 1990 bis Dezember 1991 war ich im Forschungsbereich. Parallel dazu besuchte ich noch für ein Jahr die Techniker-Abendschule zum Physiktechniker. Infolge meiner Psychose (mit Krankenhausaufenthalt) konnte ich diese Ausbildung allerdings nicht beenden. Ab Januar 1992 arbeitete ich für einen kleineren Betrieb im Bereich Ionenstrahltechnik. Und im April 1994 war ich wieder arbeitslos.

Über ein Jahr hatte ich dann nur Absagen erhalten. Daraufhin durfte ich (im Juli 1995) für vier Monate an einen CAD-Kurs teilnehmen. Mit diesem Lehrgang konnte ich meine Bewerbungschancen nicht wesentlich verbessern. Die Gespräche beim Arbeitsamt gingen deswegen zunächst in Richtung Umschulung. Komischerweise wurde mir eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, etwas später zum Heilerziehungspfleger, empfohlen. Von den entsprechenden Schulen bekam ich jedoch keine Zusage.

Eine Weiterbildung zum Maschinenbautechniker im September 1998 oder eine Beschäftigung als Call-Center-Agent (November 1999) durch eine Zeitarbeitsfirma, hatte sich (nach wenigen Wochen) ebenso als falsch erwiesen.

Nach einer Trainingsmaßnahme im Rahmen von Job-Aqtiv (Mai bis Juli 2002) beantragte ich im September 2002 eine berufliche Rehabilitation beim Arbeitsamt. Im Juni 2003 bekam ich von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) die Mitteilung, dass ich zunächst an einer Belastungserprobung teilnehmen sollte. Diese sollte im Arbeitstrainingszentrum Saarbrücken stattfinden. Ich konnte die BfA allerdings umstimmen, damit diese Maßnahme auch im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) in Karlsbad-Langensteinbach stattfinden konnte.

Im September 2003 erhielt ich vom Rehabilitationskrankenhaus Karlsbad-Langensteinbach eine Einladung für eine stationäre Belastungserprobung. Was überhaupt nicht meinen Wünschen entsprach. Nach einem weiteren Schriftwechsel mit der BfA wurde schließlich einer ambulanten Belastungserprobung zugestimmt. Diese fand Anfang Januar bis Mitte Februar 2004 (genau 6 Wochen) im BBRZ statt.

Im September 2004 begann meine berufliche Rehabilitation bei der Salo & Partner GmbH in Karlsruhe. Diese einjährige Maßnahme bestand aus einem Basistraining mit anschließenden Praktikum (von etwa 4 Monaten) in meinem Beruf als Physiklaborant, sowie ein zweites Praktikum (von fast 3 Monaten) in einem anderen Unternehmen als Webdesigner. Eine Möglichkeit der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis bestand jedoch in beiden Firmen nicht. Diese Erfahrung mussten die meisten Rehabilitanden machen. Bei nur drei (von zwölf) Teilnehmern in meinem Kurs glückte die berufliche Integration.

Während dieser Zeit hatte ich Übergangsgeld von der BfA erhalten. Nach Ende der beruflichen Rehabilitation bestand noch ein Anspruch auf Anschluss-Übergangsgeld für weitere drei Monate bis zum Antrag auf "Hartz IV". Von September 2005 bis Oktober 2006 war ich (im Rahmen der Nachbetreuung) täglich bei der Salo & Partner GmbH, um nach geeigneten Stellen zu suchen.

Von Juni 2009 bis Mai 2010 arbeitete ich als Euro-Jobber im Rahmen von AGH-Plus. Dadurch habe ich einige neue Arbeitsgebiete (Magazin in einer Bibliothek, Rezeption im Seniorenpflegeheim und das Landesarchiv) kennen gelernt. Betreut wurde ich dabei durch das Ide-Trainingsinstitut in Karlsruhe.

Eine Festanstellung wurde dadurch leider nicht ermöglicht, aber von Februar 2014 bis Juli 2015 war ich wieder als Euro-Jobber (AGH-MAE) im Landesarchiv tätig. Mittlerweile bin ich sehr skeptisch, ob mir in der Zukunft der Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt gelingt. Die Vorurteile bei meinem Lebenslauf sind einfach zu groß. Bei Bewerbungen muss ich zufrieden sein, überhaupt eine Antwort in Form einer Absage zu erhalten. Was bleibt als Zukunftsperspektive? Höchstens eine weitere Arbeitsgelegenheit (AGH) oder eine Tätigkeit im Rahmen einer kommunalen Beschäftigung, die zusätzlich zum "Alg II" auch mit zwei Euro pro Stunde vergütet wird.


Aspekte

Das Wort "Psychose" ist besonders im Berufsleben ein Tabuthema. Die meisten Unternehmen, Betriebe oder Jobcenter reden nicht gerne über diese Problematik. Und wenn, dann sind oftmals falsche Beurteilungen der Krankheit vorhanden. Die unverständliche Einsicht lässt sich einfach beschreiben: Wer Psychopharmaka nimmt, ist nicht belastbar. Und wer ohne Medikamente zurechtkommt, kann alles machen, d.h. auch unqualifizierte Tätigkeiten. Der soziale Abstieg ist anscheinend nicht vermeidbar. So gesehen sollte man frühzeitig über das Thema "Berufliche Rehabilitation" nachdenken.


Impressum

Verantwortlich für diese Homepage und das Gästebuch: Rolf Schmidt, Königsbergerstraße 31 d, 76139 Karlsruhe.


Hinweis und Kontakt

Meine Webseite gibt es seit September 2002 und ich aktualisiere gelegentlich. Nachfolgend meine E-Mail-Adresse, die zum Schutz gegen Spam-Robots als Bild eingefügt ist.





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